Südspanien. Wer denkt da nicht an Sonne, Meer, Strand? Für unseren Urlaub 2010 sollte die Region Andalusien das Ziel sein. Wir buchten eine Rundreise, die uns von Granada aus Richtung Westen über Malaga durch die andalusischen Landschaften bis nach Sevilla führte. 
Für Andalusien sind Frühjahr und Herbst die beste Reisezeit, da dazwischen, im Hochsommer, sehr hohe Temperaturen bis zu 40°C erreicht werden können. Wir wählten deshalb den Monat Juni für unsere Reise aus. Auch da bietet die Region bereits zehn Sonnenstunden täglich, die Temperaturen liegen bei traumhaften 27°C.
Unbedingt wollten wir während dieser Zeit den berühmten Schinken „Jamón Ibérico“ probieren, eine spanische Spezialität, die aus schwarzen iberischen Schweinen hergestellt wird. In der Heimat in Deutschland kennt man als spanische Schinkenspezialität ja hauptsächlich den Serrano-Schinken, aber wir mussten feststellen: der Jamón Ibérico schlägt auch diese Köstlichkeit geschmacklich um Längen. Alleine der Genuss einiger Scheiben dieser Spezialität rechtfertigt eine Reise nach Spanien. Dazu wurde eine gute Flasche Rotwein geköpft – besser kann man einen Tag kaum ausklingen lassen.
Auf den Fahrten durch Andalusien konnten wir viele interessante Orte besuchen. Besonders die vielen antiken Bauten begeisterten uns sehr. Höhepunkt der Reise war trotz allem Sevilla.
Bis dato wussten wir gar nicht, dass sich ein Ausläufer des ja eigentlich im Norden Spaniens verlaufenden Jakobsweges auch Richtung Süden bis nach Sevilla erstreckt. Entsprechend verwundert waren wir, als wir dort an einigen Ecken das bekannte blaue Zeichen mit der gelben Jakobsmuschel entdeckten. Auch bei uns in Deutschland, wo Teilstrecken des berühmten Pilgerweges verlaufen, sieht man dieses Zeichen ja in einigen Orten. Mit einem deutschsprachigen Pilgerpärchen aus der Schweiz kamen wir ins Gespräch. Sie weckten bei uns das Interesse, einmal eine Pilgertour zu machen, uns gelang es umgekehrt, sie für eine Rundreise durch Andalusien zu begeistern.
Von Sevilla waren wir dann mehr als angetan. Mit über 700.000 Einwohnern ist diese traumhafte Stadt dabei sogar größer als Frankfurt am Main. Die hohen Türme der imposanten Stadtbauten sind bereits erkennbar, wenn man noch auf die Stadt zu fährt.
Ganz sicher werden wir auch in den nächsten Jahren noch eine weitere Rundreise durch Spanien machen. Vielleicht führt uns unser Weg ja dann in den Norden des Landes, wo die Weinberge der Rioja-Region darauf warten, von uns „geplündert“ zu werden. Oder wir wandern im spanischen Teil der Pyrenäen. Oder aber wir folgen dem Tipp des Pilgerpärchens und wagen wirklich den Schritt, auf dem Jakobsweg zu pilgern.
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